Nach Umlaufaufzug (10/2024) erscheint Anfang Mai in der Edition Tingeltangel der zweite Pseudo-Thriller von Reiner Jansen mit Kriminalhauptkommissar Konrad Kramer. Und wie schon im ersten Buch verwandelt sich, was als klassischer Krimi beginnt, in ein schräges Abenteuer zwischen Realität und Fiktion, zwischen historischem Raub und kosmischem Desaster.
Ausgerechnet Kriminalhauptkommissar Konrad Kramer, der einen Zwangsurlaub am bayerischen Meer verbringt, stößt beim Schwimmen auf eine Leiche.
Trotz diverser Warnungen kann Kramer nicht die Finger davon lassen, selbst zu ermitteln.
Währenddessen arbeitet der Söldner Mario an einem neuen geheimen Auftrag: Er soll vom tiefsten Punkt des Sees, der Grube der unschuldigen Kinder, einen sagenhaften Nazi-Schatz bergen. Doch er findet etwas ganz anderes.
Als eine gewaltige Explosion den Seegrund erschüttert, offenbart sich dort etwas viel zu Dunkles.
Was ist dieses perfekte Schwarz, das selbst erfahrene Taucher in Panik versetzt? Und warum interessieren sich plötzlich Großmächte für den beschaulichen Chiemsee?
Kramer muß in die Tiefe, um dem Unfaßbaren selbst zu begegnen ...
Originalausgabe |
 Broschiertes Buch / Paperback mit Klappenumschlag
Bisher ist in dieser Reihe erschienen:
Band 1
Umlaufaufzug
(10/2024)
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| Unsere Meinung (zu Band 1): Nach fast dreihundert Seiten läßt der Autor einen seiner Kommissare aufseufzen: "Ich verliere langsam echt den Durchblick, wenn ich ihn denn jemals hatte ..." Die gedachte Entgegnung seines Gesprächpartners, Wem erzählst du das? dürfte wohl ebenso wie die Klage des Kommissars auch dem Seufzer vieler Leser an dieser Stelle des Buches entsprechen. Leser, die einen Kriminalroman (oder Thriller) mit Anfang, Spannungsbogen und Auflösung erwartet haben, werden spätestens jetzt gemerkt haben, daß der Autor mit ihnen Aufzug fährt. Es fängt noch relativ normal an mit dem ersten Teil des zweigeteilten ersten Kapitels, den Memoiren eines psychopathischen Killers. Diese werden im Laufe des Buches auch abwechselnd mit anderen Erzählsträngen, etwa den polizeilichen Ermittlungen zu diversen Todesfällen, fortgesetzt, wobei der Killer sich in den nächste Kapiteln auch direkt an seine Leser wendet. Im zweiten Teil des ersten Kapitels betritt dann der Schöpfer des Killers die Bühne, und die Leser erfahren, daß der Killer nur eine Figur in einem Roman im Roman ist. Später verzweigt sich die Geschichte etwas tief- oder untergründig ins fantasyhafte, verliert aber für uns im zweiten Teil des Buches jeden Faden. Zumindest ist derselbe uns völlig verlorengangen. Während uns der erste Teil des Buches mit den abwechselnden Episoden von Autor und Psychokiller-Memoiren, die sich schließlich auch überschneiden oder überlappen, mit verschiedenen unerwarteten Wendungen und Wortspielereien gut gefallen hat, ist uns der Spaß an diesem Buch spätestens vergangen, als der (Haupt-)Autor meinte, unbedingt eine völlig verkorkste Polizistin einführen und sich ausführlichst ihrem Privatleben widmen zu müssen (ohne das es scheinbar in modernen Krimis oder Thrillern nicht mehr geht) und auch ansonsten alles in die bzw. ins Irre laufen zu lassen, womit wir dann zusammen mit den Figuren auch jeden Durchblick verloren haben und das Buch uns bis zum Ende nur noch nervte. Was die innere Gestaltung betrifft, ist diese wie nicht zum ersten Mal bei tingeltangel-Büchern mit einem Augenzwinkern dem Inhalt angepaßt. Diesmal sind die Kapitelnummern in einen stilisierten fahrenden Pasternoster gepackt und dabei immer nur mehr oder weniger sichtbar. Insgesamt hat uns der erste Teil des Buches mit dem Mysterium um den Autor der Memoiren und den schrägen Erlebnissen des Autoren im Buch gut gefallen, diverse Seitenhiebe, witzige und schräge Formulierungen, Zitate und Anspielungen waren ausgesprochen unterhaltsam, der zweite Teil war dann ganz und gar nicht mehr unser Fall, obwohl wir bis zum Schluß noch auf eine Art Abschluß gehofft haben, den wir niemals fanden. Wer ohne Auflösung oder halbwegs logische Handlung auskommt, könnte auch dieses Buch mögen, unser Fall war es leider nur im ersten Teil. |