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Februar 2026
Autor/Herausgeber/Reihe:
Carolin König:
Titel:
Die Brandy-Verschwörung im Taunus
Taunus-Krimi 4:?
14.
Originaltitel:
Originaltitel
Erscheinungsland
Original: D
Erscheinungsjahr Original: 2026
Bei Legionarion erscheint im Februar der vierte Taunus-Krimi mit der recht eigenwilligen Detektivin Euphemia - kurz Femi - Köther. Diesmal geht es um den Tod eines Wohnsitzlosen, Drohbriefe und diverse Kunstwerke.
Eine alte Dame aus Waldsolms erhält anonyme Drohbriefe und stellt Privatdetektivin Femi Köther zu ihrem Schutz und zur Aufklärung der Bedrohung ein.
Dann wird die Leiche eines offensichtlich ermordeten Wohnsitzlosen auf dem Grundstück der Klientin gefunden.
Femis Ermittlungen lassen dunkle Flecken in der scheinbar glanzvollen Familiengeschichte der alten Dame auftauchen, die sowohl mit den Drohbriefen als auch mit dem Mord zusammenzuhängen scheinen …
Mit einem Glossar der mundartlichen Begriffe im Anhang Mit Übersetzungen der im Buch verwendeten ungarischen Wörter und Redewendungen im Anhang Mit einem Nachwort der Autorin im Anhang
Legionarion Crime Paperback ca. 220 Seiten ISBN 978-3-96937-204-3
Preis: 16,00 € (D) - 16,50 € (A) ~ 25,00 SFr (CH)
Auch erhältlich als: ebook (02/2026) (epub, ca. 1 MB) ISBN 978-3-96937-205-0 Preis: 5,99 € (D) - 5,99 € (A) ~ 6,00 sFr (CH)
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Unser Meinung:
Alles beginnt in diesem vierten Band der Taunus-Krimi-Reihe damit, daß Femi Köther einen Dachschaden hat. Nein, auch wenn manche Zeitgenossen dem zustimmen würden, meinten wir, daß das Haus der Detektivin einen solchen hat. Um dem inhäusigen Regen zu entkommen und die nötigen Finanzen zur Reparatur aufzutreiben übernimmt sie einen neuen Auftrag als Gesellschafterin mit gewissen Vorzügen und Zusatzaufgaben bei einer alten Dame in Brandoberndorf. Auch wenn sich Auftraggeberin und Auftrag nicht gerade als Femis Wunschtraum erweisen, sind sie immer noch besser als die Alternative als Haus- und Hühnersitterin mit Macho-Proll als Beigabe. Und so schwer kann es auch nicht sein, Gesellschafterin zu sein und "unabhängig von der Polizei ein bißchen zu ermitteln", wie sich die Auftraggeberin ausdrückt. Daß Femi wenig später einen Toten im Gartenhaus findet, der Flügel beschossen wird und versucht wird, ins Haus ihrer Auftraggeberin einzubrechen, führt dann allerdings schnell zu etwas mehr ermitteln und Femi kann die Hilfe ihrer Freunde und Bekannten mehr als gut brauchen. Denn bevor sie sich ein vollständiges Bild dieses Falles machen kann, gerät sie in höchste Gefahr und kommt vielleicht auch ein wenig vom Weg ab. Aber glücklicherweise kann sie sich ja auf die Freunde und Bekannten aus den letzten Bänden verlassen, so sind natürlich Polizistin Annika, Femis Kindheitsfreund László und Nayla, ihre vierbeinige Begleiterin durch Dick und Dünn wieder mit von der Partie, aber auch Leo, den Femi und die Leser im ersten Band kennengelernt haben und ein Sachverständiger aus einem der anderen Bände dieser Reihe greifen ihr hilfreich unter die Arme. Neben dem sich immer weiter ausweitenden Hauptfall gibt es diesmal keine Ehepartner auf Abwegen oder entfleuchte Haustiere zu suchen, statt dessen vertieft sich die Autorin diesmal ins Privatleben und die Vergangenheit ihrer Figuren. So erfahren die Leser mehr über Femis und Lászlós Kindheit. Auch Annikas Familie und Privatleben kommen ins Bild und Femi versucht sich eher erfolglos als Pufferzone. Ein wenig zu viel waren uns allerdings die dramatisch-schröcklichen Ausschweifungen zum Tod von Femis Mutter, die zu ausführlichen höchstdramatischen Selbstbeweinungen führten. Auf diese "Ach wie bin ich doch ein verkorkstes Menschenkind"-Episoden hätten wir sehr gut verzichten können. Dies ist zwar schon der vierte Band dieser Reihe, aber er kann problemlos gelesen und verstanden werden, ohne die vorherigen Bände zu kennen. (Auch wenn es natürlich hilfreich ist, um die gemeinesame Vergangenheit einiger Personen besser zu verstehen, außerdem lohnt sich zumindest beim ersten Band ohnehin, es zu lesen.) Für alle, die die bisherigen Bände nicht gelesen haben, gibt es erfreulicher- und leserfreundlicherweise am Anfang dieses Buches die Kurzzusammenfassungen der bisher erschienenen Bände. Außerdem findet sich hier auch eine Kurzübersicht der wichtigsten Personen in diesem Buch. Am Ende des Buches folgen dann noch die Übesetzungen der mundartlichen und fremdsprachigen Wörter und Ausdrücke sowie ein Nachwort, in dem die Autorin einiges über die Hintergründe dieses Buches erzählt und einen kleinen Ausblick auf den nächsten Band gibt, auf den wahrscheinlich nicht nur wir ungeduldig warten. Insgesamt war dies für uns, abgesehen von den Ausflügen in die verkorksten Familienvergangenheiten, wieder ein rundum spannender, leicht schräger und unterhaltsamer Krimi mit diversen unerwarteten Wendungen und einem bunten Panoptikum an Personen, von höchst sympathischen bis abgrundtief fiesen und allem dazwischen. Zwar hat uns dieser vierte Band wegen des großen Anteils an verkorkste Kindheit-Abschweifungen nicht ganz so gut gefallen wie der der erste Band, aber für einen Tip hat es trotzdem wieder gereicht.
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