(Ein Klick auf das Banner öffnet ein neues Browser-Fenster)
Hallo,
... und hier kommt Buch Nummer 7 der Neuen Harten für diesen Monat.
Viel Spaß!
das Bücherbar-Team
Februar 2026
Autor/Herausgeber/Reihe:
Thomas Mann:
Titel:
Buddenbrooks Verfall einer Familie
Illustrierte Schmuckausgabe
7.
Originaltitel: Originaltitel
Erscheinungsland
Original: D
Erscheinungsjahr
Original: 1901
Die Geschichte vom Aufstieg und Fall einer Lübecker Kaufmannsfamilie sorgte beim Erscheinen für viel Unmut, Thomas Mann galt vielen als Nestbeschmutzer. Und doch erhielt er 1929 hierfür den Nobelpreis; die Buddenbrooks wurden zum Sinnbild eines Familienromans.
Das Nobelpreis-Werk erscheint im Februar bei Reclam als dreifarbig illustrierte, überarbeitete Neu-Ausgabe im Originaltext, jedoch in einem modernen Schriftbild.
Bearbeitet von Pauline Altmann Mit 27 dreifarbigen Illustrationen von Jörg Hülsmann Mit einem Nachwort zur Entstehungsgeschichte und Wirkung des Romans von Friedhelm Marx
Die Webseite des Verlages wird leider nicht mit allen Browsern korrekt dargestellt. Der Link zum Buch kann daher, besonders bei älteren Browsern, eventuell nur eingeschränkt funktionieren.
Überarbeitete illustrierte Neuausgabe
Gebundenes Buch / Hardcover mit Lesebändchen
Außerdem erscheinen in diesen Monaten die folgenden Thomas Mann-Roman-Neuauausgaben:
Reclam Buch ca. 780 Seiten Format ca. 14x22cm ISBN 978-3-15-011537-4
Preis: 40,00 € (D) - 41,20 € (A) 53,00 SFr (CH)
Direkt beim Verlag bestellen:
Unsere Meinung:
Auch wenn uns diverse Literatur-Päpste und -Experten das fürchterlich übel nehmen werden: Für uns ist dies eine der ersten deutschen Seifenopern. Die Leser folgen den Entwicklungen von Familie, Firma und Frauen innerhalb und im Umkreise der titelgebenden Buddenbrooks-Familie über mehrere Generationen hinweg. Dies geschieht zu einem großen Teil bei Zusammenkünften und Mahlzeiten im kleinen oder erweiterten Familienkreis, aber es gibt auch diverse "Außenaufnahmen", die etwa den Versuchen der Tochter Tony (Antonie) dabei folgen, sich aus den familiären und gesellschaftlichen Zwängen zu befreien und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die Geschichte beginnt (natürlich mit einem Familienessen) im Lübbeck des Jahres 1835 als einige der späteren Hauptpersonen, denen die Geschichte des Buches folgt, Kinder sind, und so eine Verbindung zu den Lesern aufbauen (vor allem Tony, Thomas und Christian) und endet nach rund 700 Seiten und elf Teilen etwa vierzig Jahre später. Dazwischen liegen einige Buddenbrooks-Leben, die in Krankheit oder in Anstalten enden. Neben dem Gesundheitszustand der Firma (immer wieder in Relation gesetzt durch die Angabe des jeweiligen Firmenkapitals) und dem der Familienmitglieder (beides in deutlicher werdender Abwärtsbewegung) wird auch das Leben in den Zwängen der damaligen Gesellschaft - und hier besonders in einer durch die Firma bestimmten Familie - deutlich geschildert. (Und es gibt immer wieder kleine Hinweise, wie es alles enden wird, etwa durch die Erwähnung des Buches um den Untergang eines anderen bekannten Roman-Hauses). Und das sowohl für die männlichen (wie Christian), die es wagen, nicht der Familientradition folgen zu wollen und ihre Talente und Interessen eigentlich anderswo sehen) und die weiblichen (wie Tony, die zunächst versucht, sich einer Zwangsehe zugunsten der Firma zu entziehen) Familienmitglieder. Die Leser freuen sich und leiden auch mit ihr und werden von Herzen den Fiesling hassen, an den sie verscherbelt werden soll (und dem kein Trick zu fies ist, um sein Ziel zu erreichen). Auch die vorauseilende Unterwürfigkeit in der damaligen Klassengesellschaft wird hier dem Leser deutlich vor Augen geführt. Aber schließlich ist diese Heirat ja genau das, was Pflicht und Bestimmung vorschreiben, der ihr vorgeschriebene Weg. Und sie ist doch nichts weiter als ein unmündiges Kind, das noch keinen eigenen Willen und keine eigene Einsicht in ihre Verpflichtungen gegen Familie und Firma besitzt und sich den liebevollen Ratschlüssen der Eltern widersetzt - was doch strafbar ist - und daß der Herr ausspeien will aus seinem Munde. Sagt doch auch der gute Mann der heilige Kirche. Und der muß es ja schließlich wissen. Ach, es ist alles so hart und traurig! Die Erzählung ist teilweise tragisch, witzisch, romantisch oder auch putzig. Die siebenunzwanzig ganzseitigen Illustrationen haben uns allerdings mit ihrem überwiegend dunklen Rottönen nicht wirklich vom Hocker gehauen und auf den über siebenhundert Seiten des Buches fallen sie nicht aonderlich auf, sind eher verstreut wie Ostereier. Am Ende des Buches folgen wie bei Reclam üblich die Angaben zu dieser Ausgabe, die hier allerdings im Gegensatz zu anderen Büchern des Verlages ziemlich dürftig ausgefallen sind. Auch gibt es hier keine Anmerkungen, Begriffserklärungen oder Literaturempfehlungen. Dann folgt ein interessant zu lesendes Nachwort mit Hintergrundinformationen zum Autor, zur Geschichte und zur Enstehungs- und Publikationsgeschichte des Buches. Den Abschluß des Buches bilden das kurze Inhaltsverzeichnis und ebenso kurze Informationen zum Autor, Illustrator und anderen an dieser Ausgabe Beteiligten. Ingesamt war dies für uns, auch wenn es recht umfangreiches ist, doch auch heute noch interessant zu lesendes Werk, besonders für all jene, die Seifenopern mögen.
Die neuen Harten – Unsere Hardcover-Auswahl für diesen Monat
Diese Informationen sind zur persönlichen Verwendung bestimmt; sie dürfen zu nicht-kommerziellen Zwecken unter Nennung der Quelle weiterverbreitet werden. Die Rechte der (Hör-)Buch-Abbildungen liegen bei den jeweiligen Verlagen. Alle Angaben nach bestem Wissen aber ohne Gewähr.
Für Mitteilungen, Meinungen und eigene Tips für die INFO-Bücherbar einfach das Kontakt-Formuar verwenden. Die Einsendung ist gleichzeitig Einverständnis mit redaktioneller
Bearbeitung und Veröffentlichung, sofern nicht ausdrücklich auf der Einsendung anderslautend vermerkt.